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Literaturcafé: Frauen lesen „trotz Fußball“

eine kulturelle Alternative zum Fußball. Es lesen Leona Riemann, Katharina Göbel und Rena Bardorf.
Leona Riemann liest aus
Aug in Aug mit dem „Erbfeind“
In einem Jahr vom Kind zum Mann in der „Franzosenzeit“
Heinrich Kauer, Argenthal 1945
Argenthal 1945: Die Amerikaner zogen ab, die Franzosen bemächtigten sich des Dorfes. Für den 13jährigen Heinrich, der sich nach dem Tode seines Vaters im Jahre 1943 für die Familie verantwortlich fühlte, eine Katastrophe. Keine Zeit in seinem Leben hat ihn so nachhaltig geprägt wie das Nachkriegsjahr 45/46, als er seine ganze Kraft und Schläue dafür einsetzte, seiner Mutter und den Schwestern das Wenige, was sie noch besaßen, zu erhalten. Oder zurückzuholen … Dann kamen die jungen Kriegsrückkehrer und brachten ihren ganzen Hass auf den „Erbfeind“ mit, stifteten die Kinder zu manchen Provokationen an. In kurzer Zeit wurde aus dem Kind ein Erwachsener, der zu beobachten verstand und zu unterscheiden lernte.
Katharina Göbel liest aus
Blinde Kuh
Der neue Generationen-Roman der Koblenzer Autorin erzählt die bewegende Geschichte einer Familie, die durch die Demenz der Großmutter vor große Herausforderungen gestellt wird. Elise pflegt ihre erkrankte Mutter und erlebt hautnah, wie sehr die Krankheit den Alltag und Beziehungen verändert. Ihre Tochter Leonora arbeitet in der Altenpflege und betrachtet die Situation zugleich professionell und emotional. Zwischen Belastung, Schuldgefühlen und Liebe blitzen immer wieder kostbare Momente der Klarheit auf – Augenblicke, in denen Elise ihre Mutter noch einmal erkennt. Ein berührender Roman über Nähe, Abschied und die unsichtbare Verbindung zwischen drei Generationen, der eindrucksvoll zeigt, was es bedeutet, füreinander da zu sein.
Die Fortsetzung ihres Romans „Verstecken spielen oder eintauchen in Opas verwirrte Welt“
Rena Bardorf (Panja Bartsch) liest aus
ihrem Kurzgeschichten-Band „Und dennoch ist das Leben schön“ – Bewegende Kurzgeschichten“
Ein Buch für besinnliche Stunden. In zehn ergreifenden Geschichten schildert Rena Bardorf wahre Begebenheiten, wie sie nur das Leben schreiben kann. Sie handeln von Vorurteilen und Vorbehalten, von Schicksalsschlägen und Verlusten, aber auch von der Liebe, die uns den Mut und die Kraft verleiht, den Tücken des Lebens mit Würde zu begegnen.
Einlass: 14:30 Uhr, Beginn 15 Uhr, Eintritt 7 Euro